
Kampagne und öffentlicher Raum: Wirkung auf Entfernung
Niemand entscheidet sich dafür, ein Plakat anzusehen. Es steht einfach da, während jemand vorbeifährt, auf die Bahn wartet oder durch eine Messehalle läuft. Es gibt keine zweite Chance, keine Scrolltiefe und keinen Hinweis darauf, dass der eigentliche Punkt noch kommt. Was nicht sofort ankommt, kommt nicht an.
Eine Idee pro Motiv
Das ist die einzige Regel, die sich nicht verhandeln lässt. Zwei gute Gedanken auf einer Fläche heben sich gegenseitig auf. Die Arbeit besteht deshalb weniger darin, Ideen zu finden, als darin, sich für eine zu entscheiden – und alles andere weglassen zu können, auch das, was man schade findet.
Was hält eine Serie zusammen?
Mehrere Motive müssen als ein Auftritt erkennbar sein, ohne sich zu wiederholen. Das leistet selten das Logo. Das leisten wiederkehrende Entscheidungen: ein Bildausschnitt, eine Tageszeit, eine Satzkonstruktion, die Stelle, an der die Botschaft steht. Je strenger diese Konstanten, desto freier können die Motive sein.
Und wo findet das statt?
Großflächenplakate, Citylights, Messe- und Standdisplays, Fachanzeigen, Out-of-Home im Stadtraum. Mit Auftraggebern aus Industrie, Verlagswesen, öffentlicher Hand und Kultur – vier Welten mit unterschiedlichen Freiheitsgraden, aber derselben Aufgabe.




